Übung im Untertagbergwerk

Am Samstag dem 10. September 2022 stand auf unserem Dienstplan eine Einsatzübung. Das Szenario lautete wie folgt: Es gab einen Teileinsturz im Schiefer Schaubergwerk Raumland. Dabei gab es eine Erschütterung, die sich vom Eingang über die Straße bis auf den Parkplatz ausweitete. Für die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks hieß es nun die Schadensstelle großflächig zu erkunden. Dabei stand natürlich die Verletztensuche an erster Stelle. An dem gegenüberliegenden Parkplatz wurde eine Gruppe schnell fündig. Eine verletzte Person stürzte eine sehr steile Böschung herunter, und blieb vor einem Baum hängen. Um diese Person zu retten mussten sich die Helferinnen und Helfer mit einer persönlichen Schutzausstattung gegen Abstürzen sichern. Nun kletterten zwei Helfer herunter, und versorgten die Person mit Erste Hilfe und hoben sie auf eine, mit Rettungsleinen heruntergelassene Trage. Dank dieser Trage konnte die Person den steilen Abhang hinauf gezogen werden. Währenddessen musste der Eingang des Schiefer Schaubergwerks mittels eines Einsatz-Gerüst-Systems (EGS) abgestützt werden, da die Decke einsturzgefährdet war. Nach erfolgreichem aussteifen des Eingangs begann die Erkundung im Inneren. Hierzu mussten sich die Helfer nach und nach mithilfe ihrer Lampen die Dunkelheit hervortasten, da im Inneren weitere Personen vermisst wurden. Nach erfolgreichem Aufsuchen der vermissten Personen musste das Bergwerk noch vollständig ausgeleuchtet werden, damit weitere fiktive Schadensstellen des Bergwerks erkannt werden konnten. Wir bedanken uns recht herzlich für die Möglichkeit die Übung im Schieferschau-Bergwerk in Raumland durchgeführt haben zu dürfen.

 

Text und Bilder von: Renee Klotz

Was tun, wenn keine Drehleiter als Rettungsmethode zur Verfügung steht?

Gemeinsamer Dienst Freiwillige Feuerwehr Feudigen & Technisches Hilfswerk Bad Berleburg

Hauptthematiken:

·       Fahrzeugkunde und Materialerkundung

·       Erklärung der besonderen Rettungsmethoden: Schiefe Ebene und Leiterhebel

 

Wir bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Feudigen.

 

 

 

Von "Blauem Strom" zu "Grünem Strom"

Gymnasium Stift-Keppel hofft nun auf stetig guten Wind

 

Am vergangenen Samstag, den 14.05.2022 machten wir uns vom THW Ortsverband Bad Berleburg in Kolonne auf den Weg nach Allenbach. Auf Anfrage des Stift-Keppel-Gymnasiums bauten wir auf einem benachbarten Wiesenfeld einen Übungsturm aus unserem Einsatz-Gerüst-System auf, um für den Physik-Unterricht ein Windrad zu montieren. Im Voraus wurde dort ein Fundament gegossen - mit einer Anschlussplatte samt Abspannpunkten und einem elektrischen Anschlusskasten. Das Windrad musste Meter für Meter zusammengeschraubt werden. Der schwere Motor wurde mittels Seilzug in die Höhe gezogen und in 8m Höhe montiert. Die Rotorblätter mussten ebenfalls nach einander montiert werden. Diese haben einen Gesamtdurchmesser von 3m. Um den elektrischen Anschluss herzustellen, verkabelten unsere Spezialisten der Fachgruppe Elektroversorgung das Windrad ordnungsgemäß, und führten Testmessungen durch. Parallel wurden am Übungsturm verschiedenste Rettungsmethoden geübt. Zum Beispiel das Abseilen einer bewusstlosen Person. Nach Fertigstellung der Windrad-Montage, folgte der Anschluss des Batteriespeichers und der erste Testlauf konnte beginnen. Bei voller Leistung bringt das Windrad ungefähr 2.000 Watt. Nun können die Schülerinnen und Schüler im Physik Unterricht Messungen durchführen, wie effizient das Windrad unter verschiedensten Wetter-Bedingungen funktioniert und arbeitet. Wir bedanken uns herzlich bei dem Stift-Keppel-Gymnasium für diesen nachhaltigen Auftrag und freuen uns, dass die Schülerinnen und Schüler lernen können wie grüner Strom hergestellt wird.

 

 

Text: Renee Klotz & Melissa Große

Bilder: Renee Klotz