Herzlich Willkommen auf unserer Homepage

THW Ortsverband Bad Berleburg

 

Wir vom THW sind tolerant - hilfsbereicht - weltoffen.

 

 

Wir begrüßen Sie herzlich auf der Website des THW Ortsverband Bad Berleburg.
Hier präsentieren wir Ihnen unseren Ortsverband und seine Ausstattung, die Aufgabengebiete unserer THW-Helfer/-innen, alles rund um unsere Einheiten und Einsatzmöglichkeiten, wie Sie uns aktiv/inaktiv unterstützen können und geben Ihnen die Möglichkeit in unsere ehrenamtliche Arbeit hineinzuschnuppern und informieren Sie über aktuelle Ereignisse.

 

 

Gemeinsame Ausbildung und Übung der Fachgruppen Elektroversorgung vom OV Bad Berleburg und OV Siegen

Am 28.08.2021 wurde ein gemeinsamer Dienst der beiden OVs durchgeführt.

Folgende Inhalte wurden praktisch ausgebildet:

 

Verbundbetrieb mit 2 Netzersatzanlagen (NEA)

  • ·       Simulation synchronisieren der Netzersatzanlagen auf ein vorhandenes Netz
  • ·       Leistungsführung zwischen den Netzersatzanlagen

Stationsfreischaltung / Ablösung einer Netzersatzanlage im Einsatzfall

  • ·       Synchronisierung der Netzersatzanlage auf ein vorhandenes Netz
  • ·       Lastübernahme durch die Netzersatzanlage
  • ·       Abschaltung der Netzversorgung und komplette Übernahme der Last durch die Netzersatzanlagen

Rücksynchronisation nach Wiederkehr der Netzversorgung

  • ·       Simulation von Lastschwankungen bei Rücksynchronisation
  • ·       Verwendung Rücksynchronisationsgerät Typ AVS mit Synchronoskop
  • ·       Rücksynchronisierung mittels Hell / Dunkel Schaltung Typ Bosch

Durchführung von Leistungstests

  • ·       Test Schwarzstart mit maximaler Last

Gerätekunde

  • ·       Betrieb und Bedienung Netzersatzanlage Typ AVS 200kVA und BOSCH         175kVA
  • ·       Anschlusstechniken und Materialien
  • ·       Verwendung PSA für Arbeiten unter Spannung

 

Wir bedanken uns bei den Helferinnen und Helfern des OV Siegen für den Informativen und lehrreichen Tag. Wir freuen uns auf weitere Dienste ähnlicher Art mit den Fachgruppen Elektroversorgung des Regionalbereichs sowie angrenzender Dienststellen.

 

Text: Jens Trettin

Bilder: THW Fgr E

Die aktuellsten Einsatzberichte

Eine Woche mit Wasser und Strom

Unsere Einsatzkräfte aus der Fgr E
Tom Gerhard, Jan Treude, Kai Zimmermann, Karsten Heppner, Frank Horchler, Jens Trettin

Am Freitag den 3.9.2021 erhielt die Fachgruppe Elektroversorgung des Ortsverbands Bad Berleburg einen weiteren Einsatzauftrag zur Unterstützung der Einsatzkräfte in den vom Starkregen betroffenen Katastrophengebieten.

Gemäß Einsatzauftrag rückte die Fachgruppe Elektroversorgung unter der Leitung von Gruppenführer Jens Trettin am Morgen des 6.9. Richtung Ahrtal aus. Der Gruppenführer wurde bei diesem Einsatz durch die Helfer Tom Gerhard, Karsten Heppner, Frank Horchler sowie Jan Treude vom Ortsverbands Bad Berleburg unterstützt. Durch die gute Zusammenarbeit der Elektrogruppen des Regionalbereichs Olpe konnte der Trupp zusätzlich durch Kai Zimmermann vom Ortsverband Siegen unterstützt werden.

Nach Ankunft im Bereitstellungsraum Nürburgring wurde als primärer Einsatzauftrag die Unterstützung der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpe (WP) des Ortsverbands Neu-Isenburg genannt. In der Nacht zum 7.9., sowie 8.9., rückten jeweils 3 Helfer zur Unterstützung und Abdeckung einer Nachtschicht nach Bad Neuenahr – Ahrweiler aus.

Auftrag war die Überwachung einer THW Schmutzwasserpumpe vom Typ Hannibal mit einer Förderleistung von bis zu 5.000l/Minute. Bedingt durch Kanalbrüche in der betroffenen Region unterstützt das THW bei Umleitung der Kanalisation in intakte Bereiche des Abwassersystems. Diese kritischen Bereiche werden rund um die Uhr durch Helfer betreut.

Am Nachmittag des 8.9. erhielten die Spezialisten aus Berleburg den Einsatzauftrag das Berufsbildungszentrum (BBZ) Bad Neuenahr-Ahrweiler zur erkunden und die Elektroversorgung für die Unterrichtsaufnahme bestmöglich in Stand zu setzen. Ziel war es, so viele Gebäudeteile wie möglich zu prüfen und die intakten Bereiche des BBZ Bad Neuenahr-Ahrweiler provisorisch mit Energie zu versorgen.

Auf der Fahrt zur Erkundung nach Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde noch ein Stopp in Vettelhoven eingelegt. Im Rahmen der Bürgerhilfe konnten die Helfer der Fachgruppe Anwohner bei der Instandsetzung beschädigter Elektroinstallation unterstützen. Gegen 17:30Uhr erreichte die Fgr. Elektroversorgung den Einsatzort für eine erste Erkundung und Schadensbegutachtung. Schnell war ein erstes Einsatzkonzept gefunden, welches dann am Folgetag mit den Anlagenverantwortlichen vertieft, diskutiert und in die Tat umgesetzt werden sollte.

Nach Ankunft am Morgen des 9.9. an der Einsatzstelle konnte die Erkundung mit den Anlagenverantwortlichen fortgesetzt werden. Die Erkundung und Schadensaufnahme ergab folgendes Bild:

·        Alle im Erdgeschoss des BBZ Bad Neuenahr befindlichen Einrichtungen, sowie die Werksattbereiche, waren durch die Flut zerstört. Eine Instandsetzung war hier nicht möglich.

·        Eingeschossige Nebengebäude sowie die Sporthalle waren durch die Flut so stark beschädigt, dass auch hier keine Instandsetzung möglich war.

·        Das Transformatorhaus wurde nahezu komplett überflutet. Alle Einrichtungen zur Versorgung der Schule wurden durch die Flut massiv beschädigt. Darunter fielen unter anderem der Transformator der Schule (10kV/400V) sowie die Niederspannungshauptverteilung, von der aus die Einzelnen Bereich des BBZ versorgt wurden. Bei der Erkundung wurde festgestellt, dass zwar die Externe Energiezufuhr abgeschaltet wurde, Jedoch alle Anlagenteile noch eingeschaltet waren.

Glücklicherweise befand sich die Energie-Hauptverteilung, sowie Heizungs- und Belüftungsanlagen des BBZ, im Obergeschoss der Anlage. Daraus ergab sich folgendes Einsatzkonzept:

1. Freischaltung, gegen Wiedereinschalten sicher, Erden und Kurzschließen der Transformatoranlage

2. Prüfung der Versorgungsleitungen von der Niederspannungshauptverteilung des Transformatorhauses zur Hauptverteilung des BBZ

3. Umbau, Prüfung und Instandsetzung der Niederspannungshauptverteilung

4. Abklemmen und sichern der Zuleitung von zerstörten Anlagenbereichen

5. Prüfung der Gebäudeinstallation der intakten Bereiche des BBZ

6. Prüfung der Gebäudeinstallation der intakten Bereiche des BBZ

7. Verwendung einer bereits vorhandenen Netzersatzanlage (NEA) zur provisorischen Energieversorgung

8. Identifizierung und Freischaltung von Hochlastbereichen welche zwar in Takt sind, aber nicht für den Betrieb benötigt werden

(Grund: Überlastung der Netzersatzanlage vermeiden und Reserven für Baustrom schaffen)

9. Inbetriebnahme intakter Anlagenteile mit dem Betreiber

Dieses Konzept wurde mit der Kreisverwaltung Ahrweiler, sowie den Anlagenverantwortlichen, besprochen und in die Tat umgesetzt. Unterstützt wurde die Fachgruppe aus Bad Berleburg dabei durch die Helfer der Fachgruppe Infrastruktur des OV Lüdenscheid. Diese erkundeten das Gebäudeinnere und bereiteten die Inbetriebnahme der Anlage vor, währen die Helfer aus Bad Berleburg die Stromversorgung aufbauten und in stand setzten.

Durch die gute Zusammenarbeit der Fachgruppen, das Engagement und den persönlichen Einsatz der Helfer, die unbürokratische Unterstützung der Kreisverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie die Unterstützung der Anlagenverantwortlichen, konnte bereits am Vormittag des 10.9. mit der Inbetriebnahme der Anlagenteile begonnen werden. Zuvor wurden durch die Helfer aus Berleburg alle Anlagenteile geprüft und für die Verwendung freigegeben. Hierunter fielen unter anderem die Isolationsprüfung weiter verwendeter Kabel, die Prüfung der Erdungsanlage sowie das Einmessen der aus instandgesetzten Bauteilen neu entstandenen Niederspannungshauptverteilung.

Die Inbetriebnahme wurde, nach Anfertigung und Übergabe der benötigen Errichtungs- und Messprotokolle an den Anlagenbetreiber, gemeinsam mit dem Anlagenverantwortlichen durchgeführt. Hierbei wurde die Anlage stufenweise zugeschaltet. Alle Verbraucher der Anlage wurden zugeschaltet und die Last an der Netzersatzanlage kontrolliert. Ziel war es den Verbrauch der Anlage bestmöglich zu simulieren um die Auslastung der Netzersatzanlage prüfen zu können.

Durch die getroffenen Maßnahmen konnten ca. 75% der Klassenräume wieder mit Energie versorgt werden. Dies ermöglicht eine Zeitnahe Aufnahme des Unterrichts am Berufsbildungszentrums in Bad Neuenahr. Des Weiteren konnte durch die Simulation des Schulbetriebs eine Leistungsreserve der Netzersatzanlage bestimmt werden, welche für die Baustromversorgung genutzt werden kann. Somit konnte eine Basis für die weitere Instandsetzung der Gebäude neben dem regulären Schulbetrieb geschaffen, und zusätzliche Kosten für weitere Netzersatzanlagen vermieden werden.

Nach Abschluss der Arbeiten kehrte die Fachgruppe Elektroversorgung zurück in den heimischen Ortsverband nach Bad Berleburg. Hier wurden die Fahrzeuge gereinigt und die Einsatzbereitschaft hergestellt.

Die Tage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten haben bei den Helfern viele Eindrücke hinterlassen. Die Naturgewalten die hier aufgetreten sind, sind nur schwer in Worte zu fassen. Müde und erschöpft, wegen der langen Tage im Einsatz, aber auch glücklich und stolz, sehen die Helfer aus Bad Berleburg auf diesen Einsatz zurück. Glücklich, Menschen in Not helfen zu können und Stolz einen Beitrag auf dem Weg zurück in die Normalität geleistet zu haben. Die Helfer sind beim THW um Not zu lindern und Hoffnung zu geben, und genau dies konnten wir erreichen.

Herzlichen Dank an alle Helfer für Ihre ehrenamtliche Einsatzbereitschaft und an die Arbeitgeber und Familien für ihre Unterstützung.

Text: Jens Trettin

Bilder: THW Fgr E

Hochwassereinsatz der Fachgruppe Elektroversorgung für das Technische Hilfswerk aus Bad Berleburg

Jens Trettin, Karsten Heppner, Jan Treude, Timo Autschbach, Johannes Benfer und Christian Schäfer

 

Normalerweise kommt der Strom aus der Steckdose. Doch was alles ohne Strom nicht mehr funktioniert oder wenn im noch schlimmeren Fall gar keine Steckdose mehr da ist, wo Strom herauskommen könnte, weil das Hochwasser sie mit der kompletten Wand einfach weggespült hat, wird erst jetzt richtig klar.

Spätestens jetzt werden Spezialisten des THW mit NEAs, sogenannten Netzersatzanlagen gebraucht, wie z.B. das 200 kVA NEA vom Technischen Hilfswerk aus Bad Berleburg. Diese Notstromaggregate können Strom in ein bereits vorhandenes Stromnetz zusätzlich einspeisen und damit zur Erweiterung der Stromkapazität beitragen.

Am 15.07.2021 um 19:25 Uhr kam der Einsatzauftrag für Gruppenführer Manuel Strack mit seinen Helfern Jan Treude, Sven Kuhli und Philip Exner. Jetzt hieß es Klamotten packen und los. Abfahrt in den Bereitstellungsraum nach Euskirchen und warten auf weitere Befehle. Wie lange war zunächst noch nicht klar, aber bis zum Wochenende auf jeden Fall.

Am Einsatzort angekommen, lautete die Order einen Gutshof mit Stallungen und allem was dazu gehört wieder in Betrieb zu nehmen. Denn ohne Strom kein Futter für die Tiere und das Melken ohne Maschine geht ohne Übung auch schlecht von der Hand. Das bedeutet also erst mal alles abklemmen und dann nach Überprüfung so nach und nach wieder in Betrieb nehmen. Es zeigte sich so richtig, was die einzelnen Verbraucher an Leistung benötigen und trotz der Größe von 200 kVA kommt man da schon manchmal an die Grenze, so Manuel Strack.

Hier war also eine Betreuung rund um die Uhr gefragt und es wurde auch sogar im Freien auf dem Feldbett neben dem NEA geschlafen. Am Sonntag kam dann die Ablösung und ein NEA vom örtlichen Energieversorger übernahm die weitere Versorgung.

Am 27.07.2021 um 18:00 Uhr kam dann schon der nächste Einsatzauftrag für unsere THW Kameraden der Fachgruppe Elektroversorgung aus Bad Berleburg. Diesmal fuhr Gruppenführer Jens Trettin mit seinen Helfern Jan Treude, Christian Schäfer, Timo Autschbach, Karsten Heppner und Johannes Benfer nach Brühl in den Bereitstellungsraum. Von dort sollte es dann nach Bad Münstereifel gehen, wo die Funktion der Straßenbeleuchtung geprüft und gegebenenfalls in Stand gesetzt werden sollte. Und wenn die Fachleute schon mal vor Ort sind, wurden auch schnell diverse Elektrogeräte wie Hochdruckreiniger, Pumpen, Kühlschränke und Waschmaschinen geprüft, ob sie durch das Wasser Schaden genommen hätten bzw. ob sie noch genutzt werden können. Zwischendurch noch etwas Strom vom NEA bereitstellen und dann ging es am 30.07. wieder zurück nach Bad Berleburg, um die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen.

Herzlichen Dank an alle Helfer und ihre Familien für Ihre Einsatzbereitschaft und vor allem an die Arbeitgeber für die unkomplizierte Abwicklung.

 

Text: Volker Dieckmann

Bilder: THW

Alarmierung nach Euskirchen

Justin Schneider, Marco Dieckmann, Felix Radziwill, Christoph Wied, Matthias Riedesel, Imke Gerhard, Renee Klotz, Torsten Winter, Daniel Borchardt, Macel Klotz, Tom Gerhard, Phillip Grocke, Jan Lucas Krause und Peter Schmidt

Am Freitagnachmittag, den 23.07.2021, fuhr der komplette technische Zug aus Bad Berleburg, bestehend aus dem Zugtrupp, der Bergungsgruppe und der Fachgruppe Notinstandsetzung / Notversorgung (N) nach Brühl in einen Bereitstellungsraum. Da die Ankunft, recht spät gegen 21 Uhr war, wurde direkt das Quartier aus Feldbetten in einer Sporthalle bezogen und der Einsatz für die Bergung und Fachgruppe N begann erst am nächsten Morgen. Der Zugtrupp hingegen musste gegen 23 Uhr spontan den Meldekopf bis 3 Uhr nachts übernehmen, da der dafür alarmierte Zugtrupp aus einem anderen Ortsverband Verspätung hatte. Zu den Aufgaben des Meldekopfs gehört mit unter die Annahme der ankommenden Einheiten in den Bereitstellungsraum.

Am Samstag haben die THW Kameraden der Bad Berleburger Bergung unter der Leitung von Gruppenführer Felix Radziwill, innerhalb von 10 Stunden über 11.000 Sandsäcke gefüllt und verladen. Insgesamt wurden allein an dieser Sandsackfüllanlage ca. 25.000 Sandsäcke an einem Tag gefüllt. Die Fachgruppe Notinstandsetzung / Notversorgung (N) wurde zur gleichen Zeit als Logistikkomponente, zum Transport von benötigten Elektromaterialien zur Wiederherstellung der Stromversorgung, unter der Führung von Daniel Borchardt eingesetzt. Es ging eine Eilmeldung ein. Ein Baufachberater rief: „ Haus in Erft eingestürzt!“ Der Zugtrupp machte sich umgehend mit Blaulicht und Martinshorn auf den Weg nach Bad Münstereifel um sich ein Bild der akuten Lage zu machen. Dort angekommen übernahm der ZTr aus Bad Berleburg, unter der Führung des Zugführers Renee Klotz, die Leitung vor Ort. Das Hauptziel war es das Haus aus der Erft zu Bergen und somit ein erneutes Uferübertreten des Wassers vorzubeugen. Am Samstagabend führte der Zugtrupp noch eine Flusserkundung durch.

Am Sonntag ist dann der komplette technische Zug in den Nachbarort Bad Münstereifel gefahren. Die Aufgabe hier war das Beräumen der Erft von Trümmern, um bei erneutem Starkregen eine Stauung zu vermeiden. Es wurden Bäume und Betonreste entfernt und Schutt aus dem Flussbett beseitigt. Gegen Abend konnten die Taschen gepackt werden. Auf der Heimfahrt wurde noch eine gemeinsame Pause eingelegt, um das Abendessen zusammen in Ruhe genießen zu können. Um 0:00 Uhr in Bad Berleburg wieder eingetroffen, konnten alle erschöpft aber zufrieden nach Hause ins Bett, um am nächsten Tag die Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge wieder herzustellen.

Herzlichen Dank an alle Helfer für Ihre ehrenamtliche Einsatzbereitschaft und vor allem an die Arbeitgeber und Familien für die unkomplizierte Abwicklung.

Text: Volker Dieckmann und Melissa Große

Bilder: Jan Lucas Krause, Renee Klotz

Bilder vom Einsatz vom 23.07.2021 bis 26.07.2021

Beräumung mittels Radlader des OV Haltern am See
Aufbau der Feldbetten im Bereitstellungsraum in Brühl
Lagekarte des Zugtrupps von Bad Münstereifel
 
 

Ein weiterer Hochwassereinsatz für unsere Fachgruppe Bergung

Ausgerückt sind wir am Montagmorgen, den 19.07.2021 um 4 Uhr, so Gruppenführer Felix Radziwill beim Gespräch nach der Rückkehr. Folgende von unseren THW-Helfer/-innen waren hier im Einsatz: Andreas Lengsfeld, Tom Gerhard, Justin Schneider, Christian Winter, Torsten Winter, Daniel Horchler, Lena Dieckmann, Peter Schmidt und Gruppenführer Felix Radziwill. Es ging zunächst nach Euskirchen in den Bereitstellungsraum. Unsere erste Aufgabe bestand darin, die Feuerwehr an der Steinbachtalsperre beim Aufbau der HFS Pumpen personell zu unterstützen. Die Pumpen hatten anfangs eine Leistung von 15.000 l/min und zu Spitzenzeiten wurden dort bis zu 220.000 l/min Wasser aus der Talsperre gefördert, um den Dammbruch zu verhindern. Die Aufgaben der Bergungsgruppe bestanden u.a. auch darin, Geländer und Gitterstäbe zu entfernen, damit die Schläuche hindurch passten, Standplätze vorzubereiten, sowie beim Verlegen der Schläuche selbst zu unterstützen.

Am Dienstag ging es dann nach Iversheim. Dort gehörte die Bergungsgruppe auch nach der Erkundung noch zu den ersten Einsatzeinheiten vor Ort. Allgemeine Aufräumarbeiten, Zerlegen von Container mit Brennschneidgeräten, Auspumpen von Kellern und das Nachgehen des verdächtigen Verwesungsgeruchs in den Trümmerfeldern waren Tätigkeiten unserer THW-Einsatzkräfte. In Iversheim waren die Helfer aus Bad Berleburg 2 Tage, bevor sie dann für eine kurze Unterbrechung von nicht mal 24 Stunden nach Hause fuhren. In dieser Zeit wurde der Gerätekraftwagen (GKW) wieder aufgefüllt und einsatzbereit gemacht.

Text: Volker Dieckmann

Bilder: Bergung

zugehörige Einsatzbilder

Hochwassereinsatz in Odendorf

Gruppenbild des THW Zugtrupp Bad Berleburg nach dem erfolgreichen Einsatz in Odendorf
Bad Berleburger Zugtrupp in Aktion

 

Alle unsere Helfer des Zugtrupps sind vom Hochwassereinsatz wohlbehalten zurück.

Bad Berleburg. Am 20.07.2021 um 14 Uhr traf die Ablösung für unsere Helfer des Zugtrupps am Einsatzort Odendorf ein. „Einsatz beendet. Es geht wieder nach Hause“ lautete die Meldung. Um 18:30 Uhr trafen die Helfer Renee Klotz, Imke Gerhard, Christoph Wied, Nadine Hodeck, Corbinian Arzt und Matthias Riedesel wieder in der Unterkunft ein. Es war ein anstrengender, aber sehr erfolgreicher Einsatz, der am 17.07.2021 um 17 Uhr begonnen hatte.
Die Helfer des Zugtrupps hatten teilweise die Führung von bis zu 8 Fachgruppen organisiert und das rund um die Uhr. Meldungen entgegennehmen, Einsatztagebuch schreiben, Erkundungen durchführen, beruhigende Worte finden, wenn wieder einmal etwas nicht so lief, wie geplant, Verpflegung organisieren, Fahrzeuge einweisen, und, und, und... Eben all diese Dinge rund um einen Einsatz, damit alles funktioniert. Die Ablösung im Team erfolgte jeweils untereinander nach Bedarf und Arbeitsaufkommen. Mit anderen Worten: Wenig Schlaf mit viel Organisationsarbeit. Das Führen der bis zu 85 Helfer rund um die Uhr ist nicht eben mal aus dem Ärmel zu schütteln, so Zugführer Renee Klotz beim Gespräch kurz nach der Rückkehr.
Als es dann Richtung Heimat gehen sollte, waren alle Helfer einerseits froh wieder einem alltäglichen 8 Stunden Tag mit geregeltem Ablauf entgegenblicken zu können, andererseits war das „Helfen anderer in Not geratener Menschen“ schon eine sehr zufriedenstellende Erfahrung. Immerhin haben die Helfer/-innen des Technischen Hilfswerks aus Bad Berleburg genau für solche Einsätze trainiert.
Die Einsatzbereitschaft wurde mittlerweile wieder hergestellt und bei der nächsten Alarmierung ist die Besatzung des Zugtrupps wieder mit dabei. Denn im Nachhinein gab es viel Lob und Anerkennung von allen, insbesondere der Einsatzleitung, den untergeordneten Einheiten und den Betroffenen, für die ehrenamtlich geleistete Arbeit der THW Helfer/-innen aus Bad Berleburg.

 

Text: Volker Dieckmann

Bilder: Renee Klotz

Katastrophenhilfe in Finnentrop

Einsatz an den Sandsack-Füllanlagen
Gruppenbild der Bad Berleburger THW-Helfer

Bis 4 Uhr Sandsäcke gefüllt - THW aus Bad Berleburg hilft im Kreis Olpe

Mit 25 Mann ist das THW Bad Berleburg am Mittwochabend nach Finnentrop zur Katastrophenhilfe ausgerückt. Um 18 Uhr ging es von Wittgenstein aus über die Kreisgrenze. Zugführer Renee Klotz zeigt sich am Donnerstagmorgen am SZ-Telefon noch immer schockiert: „Das Ausmaß ist schon heftig. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Wittgenstein und den Kreis Olpe eigentlich nur ein Berg trennt.“ Schutt und Geröll auf den Straßen, dazu die Wassermassen - vor allem die jungen und unerfahrenen Kollegen seien tief beeindruckt gewesen.

Bad Berleburger füllen Sandsäcke

Eingesetzt wurden die Helfer an der Sandsack-Füllanlage des THW Olpe in Finnentrop. Da war vor allem Muskelkraft gefragt. Bis zum frühen Donnerstagmorgen packten die Bad Berleburger mit an, unter anderem, um einen Deich in der Nähe der Ortschaft Lenhausen zu sichern. „Das ging bis 4 Uhr“, berichtet Klotz.
Anschließend ging es zurück nach Wittgenstein. Feierabend war aber noch nicht angesagt, denn die Gerätschaften wurden direkt wieder für einen möglichen nächsten Einsatz fit gemacht. „Um 6 Uhr haben wir Einsatzbereitschaft gemeldet. Unsere Leute haben sich dann direkt schlafen gelegt. Gut möglich, dass wir heute im Laufe des Tages wieder ausrücken müssen“, so Klotz.

Artikel aus Siegener Zeitung vom 15. Juli 2021, 12:07 Uhr

Autor: Tim Plachner

Bilder: THW